Trauerbegleitung - Was ist das ?

Du hast einen dir nahestehenden Menschen durch Suizid, Unfall, Krankheit oder andere Todesumstände verloren und weißt gerade nicht, wie dein Leben weitergehen kann. Deine Trauer äußert sich in Gefühlen wie Leere, Schmerz, Traurigkeit, Verzweiflung, Wut, Angst, Ohnmacht, Schuld, Scham, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit – aber auch Freude, Dankbarkeit, Liebe, Glück. All diese und noch mehr Gefühle wechseln sich in der Trauer ab, sind manchmal gleichzeitig da oder brechen kurz hintereinander über dich herein. Dein bisheriges Leben ist in seinen Grundfesten erschüttert, du verstehst die Welt nicht mehr.

 

Eine Trauerzeit ist eine wesentliche Phase in deinem Leben. Lass dich kompetent und intensiv begleiten, um hier nicht stecken zu bleiben.

Auch, wenn du es jetzt wahrscheinlich noch nicht so sehen kannst: Letztendlich ist Trauerarbeit heilsam und ein Entwicklungsschritt in deinem Leben. Gerade wenn du es noch nicht so sehen kannst, bin ich als Trauerbegleiterin da und helfe dir dies zu erkennen.

 

Deine Trauerarbeit und deinen Trauerprozess kann ich dir nicht abnehmen. Etwa so wie ein Kind in einem geschützten Rahmen laufen lernt, in dem die Eltern ihm Sicherheit und Vertrauen geben und es dabei nicht permanent an der Hand halten, so begleite ich dich in deiner Trauer, bis du wieder geerdet in deinem Leben stehst und alleine weitergehen kannst. Zugegeben, Trauerprozesse können nicht beschleunigt werden, aber mit meiner Begleitung wird dein Trauerweg leichter.

 

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Interessen und Fähigkeiten durch Trauer auf den Kopf gestellt sein können. Wenn du vorher sehr reflektiert, selbstsicher und offen warst, fühlst du dich jetzt gerade vielleicht unsicher, verletzlich und bist lieber zurückhaltend. Wenn du vorher sehr freudig, unternehmungslustig und extrovertiert gewesen bist, bist du jetzt gerade vielleicht oft traurig, kraftlos und ziehst dich zurück. Aber diese Stärken in dir sind da! Sie sind Schätze auf deinem Trauerweg, die wir gemeinsam wieder ans Licht bringen.

 

Bei mir findest du einen geschützten Raum, in dem deine Trauer Ausdruck finden darf. Einen Raum, in dem deine augenblicklichen Gefühle Platz haben und in dem du deine Gedanken, Fragen und Zweifel offen aussprechen darfst. Alles darf sein, du darfst dich in deiner Trauer so angenommen wissen wie du gerade bist. Trauer hat viele Facetten und vor allem hat sie ein Auf und Ab, das ich mit dir gehe. Wir schauen immer wieder gemeinsam, was es jetzt gerade braucht und gehen Schritt für Schritt. Ich begleite dich ganz individuell, achtsam und intuitiv. Trauerbegleitung ist eine intensive, besondere und wertvolle gemeinsame Zeit, in der du mir sehr viel anvertrauen und dich öffnen darfst. Wisse: Alles bleibt in meinem geschützten Raum und dringt nicht nach außen.

 

Auch, wenn du gerade vielleicht noch zweifelst und mir nicht glaubst:

Dich in der Trauer von mir für einen begrenzten Zeitraum begleiten zu lassen, kann für dich ein sehr wertvoller Weg sein.

Abgrenzungen

Trauerbegleitung ist ein zusätzliches Angebot, das familiäre, nachbarschaftliche und freundschaftliche Unterstützung nicht ersetzen kann. Für einen begrenzten Zeitraum kann ergänzend eine Trauerbegleitung dennoch sinnvoll und gut für dich sein, weil sie einen geschützten und neutralen Raum bietet. 

 

Ärzte und Psychotherapeuten lernen in ihren Berufsausbildungen relativ wenig über Trauer. Sie sind also nicht automatisch deine besten Ansprechpartner in der Trauer! Auch die Ebenen zwischen Therapeuten und Trauernden / Trauerbegleiter und Trauernden sind meist anders: Ein Therapeut bleibt eher in einer professionellen Distanz, wohingegen ein/e Trauerbegleiter/in dem Trauernden auf Augenhöhe begegnet und durchaus auch persönliche Erfahrungen teilt, die hilfreich sein können. Viele Therapeuten interpretieren und deuten das, was ihnen erzählt wird. Trauerbegleiter hören zu, führen durch das Gespräch, lassen aber die Deutung und Interpretation beim Trauernden selbst. Es ist daher oft sinnvoller fachlich qualifizierte Trauerbegleiter/innen aufzusuchen, wie zum Beispiel mich. Der Nachteil: Diese Leistung wird von den Krankenkassen nicht übernommen. Der große Vorteil: Durch Kompetenz und Erfahrung unterstütze ich deinen Trauerprozess achtsam und einfühlsam. Eine Trauerbegleitung hat nicht den Beigeschmack Trauer sei eine Krankheit – es ist ein Hilfsangebot. Oft klärt sich schon in wenigen Treffen sehr viel und du bist befähigt alleine weiter durch den eigenen Trauerprozess zu gehen. Denn: Grundsätzlich haben wir alle die Selbstheilungskraft des Trauerns. Manchmal braucht es Hilfe in Form von Trauerbegleitung, um diese in sich selbst wieder zu entdecken.

 

Therapie ist also für den Trauerprozess in der Regel nicht notwendig.

Es gibt drei Ausnahmen, bei denen Therapie in Anspruch genommen werden sollte. Das geht auch ergänzend zur Trauerbegleitung. 
1) Wenn erschreckende Bilder aus der Krankheitszeit oder vom Sterben auch nach über einem halben Jahr sehr häufig auftauchen, insbesondere in entspannten Momenten. Eine Traumatherapie kann dann helfen, meist reichen einige Sitzungen. 

2) Wenn der Alltag eines trauernden Menschen dauerhaft nicht mehr aufrechterhalten werden kann (Schlafstörungen, Ängste, Todessehnsucht, Nervosität, Antriebslosigkeit). Das sind Anzeichen einer Depression, für die es psychotherapeutische Unterstützung gibt. 

3) Wenn Verlust und Trauer Ereignisse aus der Vergangenheit, oft aus der Kindheit, aufgewühlt haben. Dazu ist eine längere Psychotherapie in Einzelgesprächen sinnvoll. Auch wenn Konflikte am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft durch Verlust und Trauer verstärkt werden, bedarf es eher eines Coachings oder einer Paartherapie. 

In diesen Fällen sollten Psychotherapeuten und Traumatherapeuten auf jeden Fall Erfahrung und Verständnis für das Thema Trauer haben.  

 

Vor allem bei körperlichen Symptomen solltest du zur Abklärung zusätzlich auch einen Arzt aufsuchen.

Trauerbegleitung ersetzt keine ärztliche, heilpraktische oder psychotherapeutische Behandlung. 

 

Zu rechtlichen Fragen kann und darf ich als Trauerbegleiterin keine Auskunft geben. 

Lange Wartelisten - nicht bei mir

Die Wartelisten bei Psychotherapeuten, Psychiatern und Psychologen sind heute oft lang. Ein erster Termin findet erst nach drei bis sechs Monaten statt. Geht es dir so, dass du gerade verzweifelst auf deinen Termin wartest und hoffst? Du weißt nicht, wie du die Zeit bis dahin ohne Hilfe überstehen sollst? Deine Trauer ist sehr stark und du hast wenig Unterstützung und Ansprechpartner? Du möchtest nicht nur Tabletten nehmen, die dir der Hausarzt vielleicht verschrieben hat, sondern auch mit jemanden sprechen, dich anvertrauen? 
Ich bin gerne für dich da in dieser Zwischenzeit. Es kann sich darüber hinaus als sinnvoll erweisen Trauerbegleitung parallel zur Therapie in Anspruch zu nehmen.